2. MIBRAG-Halbmarathon (2011)

Der 2. MIBRAG-Halbmarathon fand im Jahr 2011 statt.

Beschreibung

Zur 2. Auflage des Elsteraue-Halbmarathons luden die Sportfreunde des SV Eintracht Profen alle Laufenthusiasten der Region südlich von Leipzig am zweiten Septembersonntag in die kleine Bergarbeitergemeinde ein. Auch 2011 wurden wieder neben dem Hauptlauf die Distanzen 3km, 6km und 10km angeboten. Neu war in diesem Jahr der Name MIBRAG – Halbmarathon. Hinter dem Kürzel MIBRAG verbirgt sich die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH. Wie mir die Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der MIBRAG, Frau Dr. Angelika Diesener, mitteilte, ist es für ihre Firma sehr wichtig, den Sport in der Region zu unterstützen. Die MIBRAG ist der größte Arbeitgeber im Kreis Leipziger Land und im Burgenlandkreis. Zur MIBRAG gehören unter anderem die beiden Tagebaue in Profen und Schleenhain, so wie die Kraftwerke in Deuben, Wählitz und Mumsdorf. Beim Halbmarathon schickte die MIBRAG 7 Läuferinnen und Läufer ins Rennen, aber auch auf den Unterdistanzen sah ich einige Sportler im schmucken weiß-grünen Laufshirt der Braunkohlenfirma.

Die wettertechnischen Bedingungen für die 71 Läuferinnen und Läufer, die um 10 Uhr die 21,1 Kilometer unter die Sohlen nahmen, waren am Start noch ganz annehmbar. Aber nach und nach wurde es immer wärmer und vor allem schwüler. Das machte sehr vielen Halbmarathonis zu schaffen. Als Favoriten für die 21,1 Kilometer der Frauen kristallisierten sich Grit Dorczok, Annegret Beyer und die Vorjahressiegerin Kerstin Jelinek heraus. Bei den Männern vermissten alle den Pokalverteidiger Detlef Beier aus Leipzig. So musste der Sieg zwangsläufig über den Zweiten von 2011 Jens Sperlich (LG Rudelsburg Bad Kösen) gehen.

Kurz vor dem Start zum Hauptrennen gratulierte Moderator Andreas „Andek“ Ritzer dem Profener Orgachef Uwe Mallok zum 50. Geburtstag und übergab ihm einen riesigen Blumenstrauß. Dann konnte es also losgehen, es war alles bestens vom SV Eintracht Profen angerichtet. Schon auf den ersten 500 Metern setzte sich Jens Sperlich vehement an die Spitze des knapp 80köpfigen Feldes der Halbmarathonis. Dahinter agierte zunächst eine große Verfolgergruppe, in der unter anderem der Chemnitzer Uwe Schleicher, der Naumburger Michael Strenzke, der Leipziger Marcus Krüger, der Zeitzer Maik Jenkel und die beiden Meuselwitzern Mario Haufe und Sven Scharnowski vertreten waren. Zwischen Kilometer 2 und 3 gelang es dem Leipziger Krüger, sich etwas aus der großen Gruppe zu lösen. Wie Sperlich startete der Leipziger jetzt zu einem langen Sololauf. Nach und nach zersplitterte die Verfolgergruppe immer mehr, bei km 14 führte Sperlich weiterhin souverän vor Krüger und dem jungen M20er Scharnowski. Danach folgten als weitere Solisten Maik Jenkel vom Zeitzer Windsurfingclub Mondsee, der Hermsdorfer Silvio Roubitzschek, Michael Strenzke (Eintracht Naumburg) und Uwe Schleicher (LAC Erdgas Chemnitz). So blieb auch bis ins Ziel die Reihenfolge bei den Männern, lediglich Schleicher und Strenzke tauschten noch die Plätze.

Der 38jährige Sperlich lief einem jederzeit ungefährdeten Sieg entgegen und blieb in Anbetracht der schlechteren Laufbedingungen als bei der Premiere in 1:19:45 nur ca. eine halbe Minute über dem Streckenrekord des Leipzigers Detlef Beier.

Jens Sperlich testete seine Tempohärte in Profen schon einmal für den Marathon in Dresden, der Mitte Oktober stattfindet. Über seine neue persönliche Bestzeit von 1:24:28 freute sich der Gesamtzweite und Sieger der M30 Marcus Krüger von der LG eXa Leipzig sehr. Er hat sich bereits für den Marathon in Frankfurt angemeldet. Im Vorfeld wird er aber noch beim Jenaer Kernberglauf und beim Harzgebirgslauf an den Start gehen. Platz 3 im Halbmarathon der Männer ging an Sven Scharnowski (FSV Meuselwitz) in 1:30:45 Stunden. Sven Scharnowski ist der Sohn des in der Zeitzer Laufszene sehr bekannten Marthonläufers Ulf Scharnowski. Wir dürfen also alle gespannt sein, wie die Entwicklung von Scharnowski jun. weitergeht. Im Halbmarathon der Frauen setzte sich nach dem Start erst einmal die kleine Schkopauerin Evelyn Frey an die Spitze. Mit komfortablem Abstand folgten dann etwa gleichauf Annegret Beyer, Kerstin Jelinek und Grit Dorczok. Bei Kilometer 13 hatte dann die Neukieritzscherin Dorczok, die diesmal im Trikot der MIBRAG an den Start ging, die Leaderposition inne. Die Vorjahressiegerin Jelinek von der LG Zeitz folgte auf Position 2.

Grit Dorczok sah zu diesem Zeitpunkt wie die sichere Siegerin des Frauenrennens aus. Bis kurz vor der 15km-Marke blieb das auch so. Leider erlitt sie dann einen leichten Schwächeanfall und musste das Rennen aufgeben. Nach einer kurzen medizinischen Behandlung durch den Sanitätsdienst erholte sie sich aber wieder schnell von den Auswirkungen der schwülen Witterung. Nun war der Weg frei für die Titelverteidigerin Kerstin Jelinek, die nach eigener Aussage sonst nicht zu Siegerehren gekommen wäre. Jelinek finishte nach 1:50:36 Stunden am alten Sportplatz in Profen und war um einige Minuten langsamer als vor Jahresfrist. Aber auch sie spürte wie fast alle Läuferinnen und Läufer die starke Schwüle.

Zweite bei den Frauen wurde Evelyn Frey aus Schkopau in 1:53:12 vor Annegret Beyer von der SFG Nellschütz in 1:54:00. Auf Platz 4 im Halbmarathon der Frauen lief Ute Stürze aus Braunsbedra im Trikot des SV Beuna in 1:55:56. Stürze läuft in diesem Jahr die Ranglistenläufe im Süden Sachsen-Anhalts mit und ist deshalb fast an jedem Wochenende bei diversen Läufen in dieser Region am Start. Leider gab auf dem letzten Kilometer des Halbmarathons noch einen Unfall. Ein Läufer der M45 musste notärztlich versorgt werden und später mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Leipzig geflogen werden. Inzwischen konnte der Sportler aber wieder nach intensiven Untersuchungen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Insgesamt waren beim 2. Elsteraue-Halbmarathon auf allen 4 Distanzen 126 Läufer-innen und Läufer am Start. Das war eine Steigerung von 15 Teilnehmern gegenüber der Premiere in 2010. 71 Sportler nahmen am Hauptlauf über 21,1km teil, 31 starteten über 10 Kilometer, 17 nahmen die 6 km unter ihre Sohlen und 7 Starter liefen die 3 Kilometer. Das Orga-Team mit den 3 Hauptmatadoren Uwe Mallok, Andreas Ritzer und Werner Czäczine war mit dem Ablauf und den Teilnehmerzahlen beim 2. MIBRAG – Halbmarathon in der Elsteraue mit Start und Ziel in Profen zufrieden. Die Versorgung mit Getränken und Obst auf der Strecke war sehr gut. Die Siegerehrung ging zügig über die Bühne.
Mit sportlichem Gruß, Holger Czäczine